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Mein Plan für die Stadt Wittingen

In Wittingen wurden in den letzten sieben Jahren viele Projekte umgesetzt und Themen angeschoben. Damit unser Stadtgebiet liebens- und lebenswert bleibt, ist es erforderlich, den klaren Kurs fortzusetzen und weiteren Fortschritt gemeinsam zu gestalten.

Das Stadtgebiet braucht weiteren Wohnraum für Jung und Alt. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die Nachfrage nach Baugrundstücken und Wohnungen in der Stadt Wittingen auch künftig durch die Ausweisung neuer Wohnbaulandflächen und die Schaffung von Mietwohnraum gedeckt werden kann.

Darüber hinaus werde ich mich für die Schaffung weiterer seniorengerechter Wohnformen in unserem Stadtgebiet stark machen und die Weiterentwicklung unserer kleineren Ortschaften durch Eigenentwicklung unterstützen.

Was wurde bereits realisiert?

Die Stadt Wittingen hat in den Ortschaften Knesebeck (Baugebiet Feldstraße, Gifhorner Straße und Seebergweg) und Wittingen (Baugebiet Steinhaufenacker) ca. 14 ha potentielle Wohnbaulandflächen erworben und notwendige Bauleitplanverfahren begonnen.

Außerdem ist zum 1. Januar 2023 die Förderrichtlinie „Jung kauft Alt“ in Kraft getreten, die gezielt junge Paare und Familien mit Kindern beim Erwerb älterer Immobilien unterstützt und dadurch Leerstand aktiv entgegenwirkt.

Eine starke Wirtschaft ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.

Ich setze mich gezielt dafür ein, den Wirtschaftsstandort Wittingen durch gute Rahmenbedingungen, Netzwerkarbeit und bedarfsgerechte Unterstützung und Förderung der Unternehmen weiterzuentwickeln und zu stärken.

Eine große wirtschaftliche Chance liegt in der Erweiterung des Hafen- und Industriestandortes am ESK in östliche und südliche Richtung. Gerade im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn 39 und der geplanten Anschlussstelle an der B 244 ergeben sich hier große Perspektiven für den Standort und unsere Stadt.

Parallel dazu ist die Bereitstellung ausreichend großer und schnell bebaubarer Gewerbeflächen notwendig, um Neuansiedlungen zu ermöglichen und bestehende Betriebe in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen sind das Rückgrat der lokalen Wirtschaft. Sie sollen auch weiterhin gezielt unterstützt werden – insbesondere bei Investitionen, die Arbeitsplätze schaffen und sichern. So stärken wir nachhaltig die wirtschaftliche Basis unserer Stadt.

Was wurde bereits realisiert?

In der Ortschaft Knesebeck konnten im südöstlichen Bereich gezielt potentielle Gewerbeflächen erworben werden. Parallel dazu wurde – auf Grundlage umfangreicher Fachgutachten – die Bauleitplanung für die südliche und östliche Erweiterung des Hafen- und Industriegeländes am ESK gestartet.

Darüber hinaus unterstützt die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis Gifhorn gezielt mit einem KMU-Förderprogramm kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler bei der Gründung, Erweiterung und Sicherung ihrer Betriebe.

Die Wittinger Altstadt ist das Herz unserer Gemeinde – sie ist der Ort der Begegnung, des Handels und des gesellschaftlichen Lebens. Ihre Attraktivität zu erhalten, ist ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit.

Die Städtebauförderung im Altstadtbereich wird bis 2036 fortgeführt und bietet auch privaten Eigentümerinnen und Eigentümern Anreize, ihre Immobilien aufzuwerten und damit zur Attraktivitätssteigerung beizutragen.

Gleichzeitig gilt es, neue Nutzungsmöglichkeiten für leerstehende Ladenlokale zu schaffen. Die Umwandlung in Wohnraum kann hier ein sinnvoller Ansatz sein, um Bausubstanz zu erhalten und die Altstadt zusätzlich zu beleben.

Mit der Aufwertung des Junkerparks entsteht zudem ein attraktiver Treffpunkt für alle Generationen. Neben einer höheren Aufenthaltsqualität ist auch die Schaffung eines modernen, großzügigen Großspielplatzes für Kinder und Jugendliche vorgesehen.

Was wurde bereits realisiert?

Wichtige Maßnahmen konnten in der Altstadt bereits im Rahmen der Städtebauförderung erfolgreich umgesetzt werden. In den Jahren 2022 und 2023 wurden die Junkerstraße, die Fulau und die Gustav-Dobberkau-Straße grundhaft saniert.

Zuvor wurde auch die Lange Straße durch zusätzliche Begrünung und kleinere Umbaumaßnahmen sichtbar aufgewertet. Diese Investitionen leisteten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stärkung und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität unserer Altstadt.

Der Ausbau einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur im Stadtgebiet bleibt für mich ein wichtiges Ziel.

Die Sanierung der Innerortsstraßen und städt. Wegeinfrastruktur setze ich nach festgelegten Prioritäten fort. Die Einführung von wiederkehrenden Straßenausbaubeiträgen lehne ich in diesem Zusammenhang ab.

Auch der geplante Bau der Autobahn 39 stellt aus meiner Sicht ein bedeutendes Vorhaben für unsere Region dar. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass der Schutz der angrenzenden Ortschaften gewährleistet wird.

Die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs durch die Ausweitung des Flexo-Bus-Angebots auf das gesamte Stadtgebiet ist mein Ziel und wird die Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Was wurde bereits realisiert?

Das flexible Angebot des Flexo-Busses ergänzt seit 2024 im nördlichen Stadtgebiet sinnvoll den bestehenden ÖPNV und dient als verlässlicher Zubringer zu Bahn und Linienbus.

In fast allen Ortschaften unserer Stadt wurden barrierefreie Bushaltestellen geschaffen, um auch Menschen mit Behinderungen einen besseren Zugang zu ermöglichen.

Zudem wurden die Bahnhofsumfelder in Knesebeck und Wittingen attraktiv und barrierefrei ausgebaut. Auch für das Bahnhofsumfeld in Vorhop steht eine Sanierung und Aufwertung an.

Die Modernisierung unserer Freiwilligen Feuerwehr setze ich durch den Bau zeitgemäßer Feuerwehrgerätehäuser, die Beschaffung moderner Einsatzfahrzeuge sowie eine bedarfsgerechte Ausstattung fort, damit unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch zukünftig unter bestmöglichen Bedingungen arbeiten können.

Der Katastrophenschutz wird stärker in den Fokus rücken. Dazu gehört der Ausbau der Sirenen zur flächendeckenden Warnung der Bevölkerung, die Beschaffung von Stromersatzanlagen zur Sicherstellung der Versorgung in Krisensituationen sowie der Aufbau klarer organisatorischer Strukturen für den Ernstfall.

Was wurde bereits realisiert?

Zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren wurden in den letzten sieben Jahren sieben neue Feuerwehrfahrzeuge in den Dienst gestellt, diverse Ausrüstung beschafft sowie die persönliche Schutzausrüstung der Aktiven erneuert.

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Stützpunktwehr in Knesebeck wurde im August 2025 begonnen und wird im Oktober 2026 abgeschlossen sein. Weitere Bauprojekte stehen u. a. in Wittingen und Vorhop an, deren Vorplanung bereits begonnen hat.

Unsere Kinder sind die Zukunft unserer Stadt. Für sie benötigen wir angemessene Bildungs- und Betreuungsangebote – wohnortnah und verlässlich.

Neben der Bereitstellung von ausreichenden Krippen- und Kindergartenplätzen soll weiterhin ein eigenständiges schulisches Ganztagsangebot vorgehalten und künftig eine bedarfsgerechte Ferienbetreuung realisiert werden.

Auch die Jugendarbeit bleibt ein wichtiges Schwerpunktthema. Für den Wittinger Jugendtreff werden geeignetere Räumlichkeiten benötigt, um den Bedürfnissen junger Menschen besser gerecht zu werden.

Was wurde bereits realisiert?

Für die Bikerjugend wurde 2022 mit der Eröffnung des Bike-Parks eine neue sportliche Attraktion in Wittingen geschaffen.

In den Jahren 2023/2024 folgten die Inbetriebnahmen der 6-Gruppen-Kindertagesstätten St. Stephanus 2 in Wittingen und St. Katharinen 2 in Knesebeck.

Auch die Erwachsenenbildung spielt eine wichtige Rolle und ein bedeutender Schritt ist uns im August 2021 mit der Einrichtung einer Außenstelle der Kreisvolkshochschule in Wittingen gelungen. Dieses Angebot stärkt die Bildungslandschaft vor Ort und eröffnet neue Möglichkeiten für lebenslanges Lernen.

Mit einer wohnortnahen, verlässlichen medizinischen Versorgung bleibt die Stadt Wittingen auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle Generationen.

Mein Ziel ist es, die stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung in der Stadt Wittingen dauerhaft zu sichern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Erhalt der Helios Klinik in Wittingen als wichtiger Bestandteil der örtlichen Grundversorgung. Außerdem setze ich mich für eine stabile und zukunftsfähige hausärztliche Versorgung ein.

Ein vielfältiges Angebot in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit trägt wesentlich zur Lebensqualität in der Stadt Wittingen und ihren Ortschaften bei. Deshalb setze ich mich dafür ein, diese Angebote zu erhalten und gezielt weiterzuentwickeln.

Ob Sportförderung oder Förderung der kulturellen Vielfalt: das bestehende sportliche sowie kulturelle Angebot werde ich weiterhin unterstützen, um das lebendige Miteinander in unserer Stadt zu erhalten.

Ob das Ernst-Siemer Bad in Wittingen oder das Strandbad sowie die Schwimmhalle in Knesebeck: die städtischen Bäder als wichtige Freizeit- und Begegnungsstätten werden auch in Zukunft in kommunaler Trägerschaft betrieben und durch die anstehende Sanierung der Schwimmhalle in Knesebeck und der Aufwertung des Strandbades in Knesebeck über die Dorferneuerung bleibt die Attraktivität der Bäderlandschaften erhalten.

Zudem ist die Weiterentwicklung der städtischen Spielplätze hin zu attraktiven Spielplatzanlagen geplant und für Knesebeck und Wittingen sind zusätzlich Großgerätespielplätze für Kinder und Jugendliche vorgesehen.

Nicht zuletzt wird die Städtepartnerschaft mit Koknese in Lettland ausgebaut und gepflegt als wichtiger Beitrag für den internationalen Austausch und das gegenseitige Verständnis über Grenzen hinweg.

Was wurde bereits realisiert?

In den Jahren 2021 bis 2023 wurde mit der Erneuerung des Schwimmer- und Kleinkindbeckens im Ernst-Siemer Bad in Wittingen eine wichtige Sanierungsmaßnahme erfolgreich umgesetzt. Die Sanierung der Schwimmhalle in Knesebeck wird in diesem Jahr beginnen.

Zur Unterstützung der Städtepartnerschaft wurde im Februar 2026 ein Verein zur Förderung der Freundschaft zwischen Wittingen und Koknese gegründet.

Es war Zeit für ein Update! Die Digitalisierung der Stadtverwaltung wird weiter ausgebaut und möglichst viele Bürgerdienstleistungen sollen online angeboten werden. Jeder Behördengang, der vom Smartphone aus erledigt werden kann, ist eine Erleichterung für die Bürgerinnen und Bürger. Auch die Unternehmen profitieren davon, dass Antragsprozesse schneller online abgewickelt werden können.

Was wurde bereits realisiert?

Mit dem Stadtratsbeschluss vom 29. Juni 2023 wurde die strategische Ausrichtung unserer Stadt neu definiert. Acht zentrale Handlungsfelder geben seitdem klare Ziele vor und sorgen für eine strukturierte Weiterentwicklung u. a. durch ein modernes, kennzahlengestütztes Berichtswesen: effizient und konsequent an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert.